Entstehungsgeschichte

Am 26. November 2018 haben die Wirtschafts- und Verkehrsminister / -senatoren der fünf norddeutschen Länder die Erarbeitung einer gemeinsamen Wasserstoffstrategie beschlossen. Im Januar 2019 hat eine ministerielle Arbeitsgruppe bestehend aus Vertretern der beteiligten Ressorts die Arbeit an einer Norddeutschen Wasserstoffstrategie aufgenommen und zunächst ein Eckpunktepapier erstellt. Am 02. Mai 2019 haben die Regierungschefs der fünf norddeutschen Länder auf ihrer „Konferenz Norddeutschland“ (KND) das Eckpunktepapier der Norddeutschen Wasserstoffstrategie begrüßt und sowohl um die Fertigstellung der Strategie zur Konferenz der Küsten-Wirtschafts- und Verkehrsminister und -Senatoren am 07. November 2019 in Lübeck als auch um Berichterstattung zur nächsten KND 2020 gebeten.

Stakeholderbeteiligung
Stakeholder im Rahmen des Aufbaus einer Wasserstoffwirtschaft finden sich in weiten Akteurskreisen, z.B. Unternehmen (z.B. Industrie, Dienstleistungen, Handwerk, Verkehr), Verbänden, Netzwerken, Initiativen, Wissenschaft, in anderen Fachressorts (z.B. Umwelt, Energie, Wissenschaft, Finanzen, Bil-dung), weiteren teil-/staatlichen Stellen (z.B. Beschaffungsstellen, Wirtschaftsförderer, Marketinggesellschaften, Hafenverwaltungen) und in der interessierten Öffentlichkeit.
Um möglichst viele norddeutsche Akteure in den Erarbeitungsprozess der Wasserstoffstrategie einzubinden, wurde von der länderübergreifenden Arbeitsgruppe ein Fragebogen entwickelt. Dieser wurde Anfang Juli 2019 an alle bekannten Akteure versandt. Die Adressaten wurden darum gebeten, den Fragebogen ggf. auch an weitere Akteure zu verteilen. Innerhalb der gesetzten Frist von vier Wochen sind rund 230 ausgefüllte Fragebögen eingegangen. Ein erster Auszug der Auswertung wurde allen Teilnehmern zur Verfügung gestellt.
Im Rahmen von drei Expertenworkshops zu den strategischen Feldern „Wasserstoff in der Industrie“, „Bereitstellung von Wasserstoff“ sowie „Wasserstoff in der Mobilität“ wurden jeweils rund 25 ausgewählte Experten der fünf Länder im August 2019 zu einer vertieften Diskussion eingeladen. Ein Teil der Auswertung der Fragebögen wurde in den Workshops vorgestellt, anhand von Leitfragen diskutiert, ergänzt und vertieft.
Das vorliegende Strategiepapier ist ein Papier der Konferenz der Küsten-Wirtschafts- und Verkehrsminister bzw. -senatoren. Es baut auf den Gesprächen mit und dem Input von Stakeholdern, insbesondere aus Wirtschaft und Wissenschaft, und anderen Fachressorts auf. Die umfangreichen und fachlich fundierten Ergebnisse aus der Fragebogenaktion sowie den vertiefenden Workshops2 sind in die Überlegungen und Vorarbeiten zur Norddeutschen Wasserstoffstrategie eingeflossen und finden sich in den erläuternden Texten, in Zielen und den Handlungsfeldern wieder.

Künftiger gemeinsamer Prozess
Auch für den weiteren Prozess der Umsetzung der strategischen Ziele wünschen sich die norddeutschen Länder eine weiterhin so engagierte Mitarbeit der norddeutschen Wasserstoffakteure. Zugleich werden die norddeutschen Länder die Stakeholder, insbesondere aus der Wirtschaft, unterstützen, indem sie sich mit der vorliegenden Strategie eindeutig zum Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft bekennen, politische Ziele definieren und sich für möglichst günstige Rahmenbedingungen einsetzen. Ohne die koordinierte Mitwirkung aller betroffenen Akteure kann der Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft nicht gelingen.
Die vorliegende Strategie umreißt in vier Handlungsfeldern erste Umsetzungsschritte und grobe Zeitpläne (s. Anhang 1):

  • Handlungsfeld „Wasserstoff-Infrastruktur“,
  • Handlungsfeld „Wertschöpfung durch Wasserstoff“,
  • Handlungsfeld „Wasserstoff in Richtlinien, Vorschriften und Programmen“,
  • Handlungsfeld „Wasserstoff-Akzeptanz und Bildung“.

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